Aktuelles und Rückblick

Aktuelles:

Umriss-Konstruktion eines Riesencellos
Anlässlich der 50. Musikfestwoche Meiringen entstand vor den Augen des Publikums die Umriss-Konstruktion eines Riesencellos auf dem Casinoplatz Meiringen

Die Geigenbauschüler Mihail Dron und Caspar Clerc, der Spezialist François Denis und Lorraine Perret (vlnr).

Kurzfilm:In der Geige steckt auch Geometrie

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Jahresbericht 2008/09
Als PDF-Anhang zum Herunterladen finden Sie unseren aktuellen Jahresbericht. jahresbericht.pdf

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Kulturpreis 2009 des Kantons Bern

Die kantonalen kulturellen Kommissionen und die Bernische Stiftung für angewandte Kunst verliehen den Kulturpreis 2009 des Kantons Bern mit einem Preisgeld von 30'000 Franken an die Geigenbauschule Brienz. Damit zeichneten sie eine schweizweit einzigartige, in ihrer Region breit verankerte und wichtige Berner Fachschule mit internationaler Ausrichtung aus. Mehr Informationen dazu können Sie als PDF herunterladen: Medienmitteilung der Erziehungsdirektion
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DVD: Die Geige - sichtbar hörbar

Zum Thema «Begegnungen» entstand anlässlich der Musikfestwoche
Meiringen 2008 eine Geige – geschaffen von fünf Geigenbaumeistern
aus vier Ländern in fünf Tagen.
Der Geigenvirtuose Alexandre Dubach entlockte ihr die ersten Töne.
Christoph Frutiger zeichnet für die filmischen Impressionen.
Sichtbar hörbare Begegnungen zwischen Handwerkern, Gestaltern,
Musikern und dem Publikum – Begegnungen der Sinne.

DVD in Originalversion und einzeln anwählbaren, dokumentierten
Versionen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

Spielzeit 25 Minuten. Preis in CHF: 30.– zuzüglich 5.– für den Versand.
Lieferfrist: Ab Januar 2009.
Der Gewinn aus dem Verkauf der DVD fliesst in den Stipendienfonds der
Geigenbauschule Brienz.

Bestellungen per Telefon, Email oder via Bestellkarte direkt an
Geigenbauschule Brienz
Oberdorfstrasse 94
3855 Brienz

Tel.: 033 951 18 61
info@geigenbauschule.ch

www.geigenbauschule.ch

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Restaurationskurs
Mit Jean-Jacques Fasnacht lehrt an der Geigenbauschule Brienz einer der gefragtesten Restauratoren im schweizerischen Geigenbau. Der Restaurationskurs ist neu Bestandteil der vierjährigen Grundausbildung. Er wird in zehn Blöcken à drei Tage im Verlaufe der zweiten Ausbildungshälfte (etwa über ein Jahr verteilt) angeboten. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal fünf Personen beschränkt. Freie Plätze stehen im Weiterbildungskurs-Angebot der Schule für private Geigenbauer zur Verfügung (Termine: Mai 2009 bis April 2010, Kurskosten: Fr. 7'500.-- inkl. Material). Zum Kursprogramm gehören die Gebiete: Abgusstechniken mit Gips und Silikon; Rissreparaturen; Futter, Filipo, Doublagen, Belege; durchgesetzte Futter und Belege; Kopf-, Wirbelkasten- und Halsreparaturen; Retouchetechniken etc.. Einen wichtigen Platz nehmen die Gebiete Schadenerkennung und -berechnung, Dokumentation und die Nachkalkulation ein.
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Flössversuch mit Fichten-Klangholz
Im Winter 2002 kaufte die Geigenbauschule Brienz einen sehr schönen Fichtenstamm aus dem Bauwald ob dem Giessbach (Gemeinde Brienz). Die Hälfte des Stammes wurde direkt in Spälten für Geigen und Bratschen verarbeitet und im Holzlager zur Reifung abgelegt. Die andere Hälfte des Stammes lagerten wir für einige Zeit in einem Fliessgewässer, um die Auswirkungen des Flössens, einer früher üblichen Transportart, zu untersuchen. Wir gehen davon aus, dass in richtigen Zeitabläufen, die biologische Uhr des Holzes berücksichtigend, geflösstes Holz bei gleichbleibenden Elastizitätswerten leichter wird. Dies ist eine beim Resonanzholz gewünschte Eigenschaft. Die Versuchsreihe, Messungen von Holztechnikern und Referenzarbeiten mehrerer Geigenbauer enthaltend, soll unsere Annahme, die auf Hinweise aus dem Quellenstudium und Beobachtungen abstützt, erhärten. Erste Resultate werden wir allerdings erst in einigen Jahren veröffentlichen können, wenn spielbare Referenzinstrumente vorliegen werden.

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Rückblick:

Die Geige – sichtbar hörbar – Begegnung der Sinne
Fünf Geigenbaumeister Susanne Gebhardt, Lorenzo Marchi, Marc Soubeyran, Simon Glaus und Hansruedi Hösli) bauten während der Musikfestwoche Meiringen gemeinsam eine Geige - der Filmer Christoph Frutiger beobachtete und filmte die Arbeit - der Geiger Alexandre Dubach hob die Geige aus der Taufe. Ein ausführlicher Bericht, welcher im "Der kleine Bund" erschien, können Sie als PDF herunterladen: Eine Stradivari aus dem Wochenbett.pdf.

Schuljahr 2006/07:
«Small is beautiful», unter diesem Titel erschien in der Aprilnummer 2006 der englischsprachigen Fachzeitschrift für Streichmusik «The Strad» ein ausführlicher Bericht über die Geigenbauschule Brienz (als PDF herunterzuladen unter: Bericht im the strad.pdf. In der selben Nummer wird auch die Musikfestwoche Meiringen mit der Preisverleihung «Der Goldene Bogen» an Leonidas Kavakos beworben. Schliesslich runden Artikel über die Musikhochschulen der Schweiz und das Tonholzvorkommen im schweizerische Alpenraum den «Swiss focus» ab. (The Strad, April Nr. 4)

Fast gleichzeitig berichtete das Radiomagazin über den Restaurationslehrgang an der Geigenbauschule Brienz. (Radiomagazin Nr. 11/06), als PDF herunterzuladen unter:Bericht im Radiomagazin.pdf).

Im März reisten die zurzeit Lernenden der Geigenbauschule zusammen mit den Lehrmeistern nach Paris. Anlass war die internationale Musikmesse MUSICORA. Mit dem Restaurationslehrer Jean-Jacques Fasnacht war die Schule unter den Ausstellenden vertreten und konnte so auf ihre Aktivitäten - Ausbildung, Partnerschaft mit der Musikfestwoche Meiringen und Hinweis auf die Verleihung des Preises «Der Goldene Bogen» an Leonidas Kavakos - aufmerksam machen. Auf dem Programm standen aber auch Besuche ehemaliger Brienzer Geigenbauschüler/innen. Verena Le Canu-Studer lernte Ende der Sechzigerjahre in Brienz und übernahm schliesslich mit ihrem Lebens- und Geschäftspartner an der Rue de Rome, der Geigenbauerstrasse in Paris, das alteingessene Geschäft der Familie Millant. Vor den Toren Paris in Versailles betreibt seit gut fünf Jahren Stephan Garnier sein eigenes Atelier. Auch er lernte in Brienz, an das er sich oft und gerne erinnert.

Im März weilte Janina Pawlikowska, eine aus Krakau stammende polnische Geigenbaustudentin für zehn Tage an der Geigenbauschule Brienz. Geigenbau wird in Polen (Poznan) wie auch in England (Newark), Italien (Mailand) und Deutschland (Markneukirchen) an Hochschulen technischer, musikalischer oder gestalterischer Richtung gelehrt. Die Einladung ist die Einlösung eines Geschenks an den polnischen Geigenbauerverband vor einem Jahr zu dessen 50-jährigem Bestehen. Janina Pawlikowska wird mit diesem Aufenthalt für ihre guten Leistungen ausgezeichnet. (Die Kosten der Einladung übernehmen der Verband Schweizer Geigenbauer und Bogenmacher und die Geigenbauschule Brienz.)

2004/05: Praktikant aus Bishkek, Kirgistan
Turatbek Akunov, ein Praktikant aus Kirgistan wurde während 6 Monaten an der Geigenbauschule Brienz geschult und reparierte unter anderem Geigen, Bratschen und Celli für eine Musikschule in Bagdad. Mit Unterstützung der Eidgenossenschaft (DEZA) konnte während des Wintersemesters Turatbek Akunov, ein Holzbildhauer aus Bishkek in Kirgistan, für eine Umschulung an die Geigenbauschule Brienz kommen. Mit grossem Engagement aller Beteiligter gelang es, Turat für seine zukünftigen Dienstleistungen für die kirgisischen Musiker vorzubereiten. Eine Geige und viele Reparaturen an Instrumenten, die für die im Krieg völlig zerstörte Musikschule in Bagdad bestimmt sind, wurden während der vergangenen sechs Monate gebaut und ausgeführt.
Turat ist wieder in Bishkek und nun mit dem Aufbau seiner Werkstatt beschäftigt. Die Geigen für Bagdad sorgten für eine positive Meldung in den Medien aus dem vom Krieg gebeutelten Irak.

Kleine Inseln der Hoffnung: Bishkek - Brienz - Bagdad

bagdad.pdf