Streichtrio «Very British»

Datum und Ort
Sonntag · 03. Mai 2026 · 19.30 Uhr
Mitwirkende
Yukiko Ishibashi, Violine | Erika Schutter, Violine | Yuko Hara, Viola
Programm:
Georg Philipp Telemann (1681–1767)
Gullivers Reise für zwei Violinen TWV 40:108
Frank Bridge (1879–1941)
Rhapsody H 176 für zwei Violinen und Viola
Henry Purcell (1659–1695)
Triosonate Nr. 2 B-Dur Z 791
Benjamin Britten (1913–1976)
Elegie für Viola solo
Joseph Haydn (1732–1809)
Divertimento Nr. 6 Hob. IV
Henry Purcell (1659–1695)
Triosonate Nr. 6 C-Dur Z 795
Eugène Ysaÿe (1858–1931)
Trio «Le Londres»
Biografien:
Yukiko Ishibashi, Violine
Geboren in Japan, studierte Yukiko Ishibashi an der Toho-Musikhochschule in Tokio, bevor sie ihre Studien ab 1998 in Europa fortsetzte. Seit 2002 ist sie festes Mitglied der ersten Violinen im Tonhalle-Orchester Zürich. Bei verschiedenen Wettbewerben gewann sie erste Preise, unter anderem 2003 beim 11. Mozart-Wettbewerb in Japan. Weitere internationale Auszeichnungen erhielt sie beim Rodolfo-Lipizer-, beim Fritz-Kreisler- und beim Internationalen Sendai-Wettbewerb.
An der Musikhochschule Winterthur-Zürich erhielt Yukiko Ishibashi 2002 das Solistendiplom in der Klasse von György Pauk. Sie ist Geigerin im Streichtrio Trio Oreade und im Klaviertrio Geistertrio. Das Trio Oreade gewann mehrere erste Preise, darunter 2012 beim Internationalen Wettbewerb für Streichtrio in München.
Yukiko Ishibashi spielte neun Jahre lang die Violine «King George» von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1710, eine grosszügige Leihgabe der Stradivari-Stiftung Habisreutinger. Mit diesem Instrument nahm sie drei CDs auf. Ihre jüngste CD mit Benjamin Engeli am Klavier erschien im Frühling 2026.
www.yukikoishibashi.com
www.trio-oreade.ch
Erika Schutter, Violine
Die japanisch-schweizerische Violinistin Erika Schutter studierte bei Prof. Thomas Füri und Prof. Sebastian Hamann in Basel und Luzern sowie Kammermusik bei Prof. Anton Kernjak. Wichtige Impulse erhielt sie unter anderem von Ferenc Rados, Erich Höbarth, András Schiff und Walter Levin.
Als leidenschaftliche Kammermusikerin prägte sie während mehr als zehn Jahren das Medea Trio, mit dem sie zahlreiche Preise gewann und international konzertierte, unter anderem in der Wigmore Hall in London, in den USA und in Japan.
Neben ihrer Konzerttätigkeit engagiert sich Erika Schutter intensiv für eigene Konzertformate. Seit 2012 leitet sie die Dachkammerkonzerte Brienz, seit 2016 auch die Konzertreihe Bärenstutz1. Zu ihren Kammermusikpartnerinnen und -partnern gehören unter anderem Dmitri Smirnov, Alexander Janicek, Nuria Rial, Benjamin Appl, Teo Gheorghiu und Gregory Ahss.
Als Orchestermusikerin war sie Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters und ist regelmässig als Zuzügerin bei renommierten Ensembles wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Zürcher Kammerorchester, der Camerata Zürich und der Camerata Bern tätig. Seit 2014 gehört sie zum festen Kern der Festival Strings Lucerne, wo sie seit 2022 die zweiten Violinen anführt.
Sie spielte unter anderem in der Berliner Philharmonie, im Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Musikverein mit Solistinnen und Solisten wie Maria João Pires, Hélène Grimaud, Pablo Ferrández, Midori und Regula Mühlemann. 2011 trat sie mit Alban Bergs Violinkonzert als Solistin des Luzerner Sinfonieorchesters im KKL Luzern auf.
Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet Erika Schutter an der Schweizer Geigenbauschule Brienz sowie bei den Talentwochen der Festival Strings Lucerne.
Yuko Hara, Viola
Yuko Hara, geboren in New York und aufgewachsen in Japan, ist als vielseitige Künstlerin in Europa tätig. Den Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens legt die Bratschistin auf die Kammermusik, der sie unter anderem mit ihrem Streichquartett Quatuor Ardeo in Paris sowie dem franz ensemble in Bremen nachgeht.
Nach ihrem Studium an der Universität der Künste Tokio führte sie ihre Ausbildung bei Nobuko Imai am Genfer Konservatorium und bei Rainer Schmidt an der Musikhochschule Basel fort. Sie ist Preisträgerin des 9. Internationalen Lionel-Tertis-Bratschenwettbewerbs, des Wettbewerbs der Basler Orchestergesellschaft, des 5. Tokio-Musikwettbewerbs, des 7. Internationalen Kammermusikwettbewerbs Osaka, des Matsuo Foundation Prize und des Aoyama Foundation Music Prize. Orchestererfahrung sammelte sie in der Orchesterakademie des Opernhauses Zürich und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
Ihre kammermusikalische Tätigkeit führt Yuko Hara regelmässig zu internationalen Festivals wie La Folle Journée, La Roque-d’Anthéron, dem Davos Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Musikfest Bremen, den Gezeitenkonzerten, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Rottweiler Sommersprossen, dem Kissinger Sommer und dem Aldeburgh Festival.
Die mit ihren Ensembles aufgenommenen CDs erhielten höchste Bewertungen. Die Aufnahme «XIII» des Quatuor Ardeo wurde unter anderem als «Choc de Classica» und als «Supersonic» des Magazins Pizzicato ausgezeichnet. Mit dem franz ensemble gewann Yuko Hara für dessen Debüt-CD den OPUS KLASSIK.
Ihre Leidenschaft für die historische Aufführungspraxis führte sie regelmässig zu Meisterkursen von Midori Seiler, Reinhard Goebel und Thomas Albert sowie zur Zusammenarbeit mit dem Orchestra La Scintilla, dem Freiburger Barockorchester, dem Ensemble Volcania in Bremen und verschiedenen Kammermusikformationen.
Seit 2017 leitet sie gemeinsam mit Joëlle Martinez das Festival Hirondelle in der Auvergne. Zusammen entwickeln sie Programme, die persönliche Geschichten erzählen und verschiedene Stile und Epochen der Kammermusik miteinander verbinden.
DANKE
Wir danken allen Förderstellen und auch jenen Unterstützerinnen und Unterstützern, die nicht genannt werden möchten.
